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19. Oktober 2012

Vorne ohne - Erste Erfahrungen mit dem LG-Zaum

Summer mit dem LG-Zaum
Jeder der sein Pferd liebt ist bestrebt, dass beste für sich und sein Pferd zu tun. Seit einiger Zeit sieht man immer wieder unschöne Bilder, wie das Gebiss falsch eingesetzt wird, um dem Pferd seinen Willen aufzuzwingen.

Es braucht kein Beweis, dass bei einem falschen und gefühllosen Umgang mit dem Gebiss dem Pferd erhebliche Schmerzen zugefügt werden können.

Weniger Bekannt ist, dass dem Pferd bereits alleine das Gebiss im Maul unangenehm ist und negative Auswirkungen haben kann.

Aus diesen Gründen hat Monika Lehmenkühler den LG-Zaum (auch als Glücksrad bekannt) entwickelt. Er stellt eine Gebisslose Zäumung dar, die es möglich macht, jede Reitsportdisziplin zu reiten.

Da man eigentlich nur gutes darüber hört, bin ich neugierig geworden.

Ich bin Summer bereits öfters im Gelände mit Baby-Hackamore geritten - auf welches sie hervorragend reagiert.

Also habe ich beschlossen, einmal den LG-Zaum zu testen - mir gefällt die Vorstellung ohne Gebiss in Harmonie zu reiten (auch wenn es Kritiker gibt, die sagen, es ist nicht möglich ein Pferd reel ohne Gebiss zu reiten - Galileo wurde auch nicht geglaubt, dass die Sonne und nicht die Erde im Zentrum des Universums steht!).

Also ran ans Pferd und LG-Zaum drauf. Bis hierhin kannte Summer ja alles vom Hackamore oder Kappzaum. Sie war also nicht überrascht kein Gebiss im Maul zu haben.

Zu Beginn war ich wirklich skeptisch, ob das kleine Rad und der geringe Winkel wirklich genug Einwirkung auf das Pferd ermöglichen. Aber ich wurde von Beginn an positiv überrascht: Summer reagiert ganz fein auf den Zaum, lässt sich stellen und biegen und steht aufmerksam an den Hilfen.

Auch die "Bremsung" funktioniert deutlich besser als mit Gebiss, was bei Summer doch hin und wieder in ein gezerre ausgeartet ist. Mit dem LG Zaum sind nur leichte Paraden nötig - schon reguliert Summer das Tempo.

Ich bin wirklich begeistert!

Ich werde nun den LG-Zaum weiterhin zur Dressurarbeit einsetzen. Ich bin gespannt, wie er sich im "Dauereinsatz" bewährt. Davon werde ich berichten!

1. Oktober 2012

Kleine Erkenntnis mit großem Effekt

Wie wichtig korrektes Reiten ist, das habe ich neulich wieder einmal gemerkt.
Seit einiger Zeit kämpfe ich mit dem Problem, dass mir Summer auf dem Zirkel auf die innere Schulter fällt und sich nicht auf der gebogenen Linie außen hält. Sie läuft also einen halben Zirkel schön in Biegung, fällt dann plötzlich auf die innere Schulter und driftet dann schlagartig nach innen.

Reflexartig habe ich mein Gewicht nach außen verlagert, den äußeren Zügel angenommen und den inneren über den Hals nach außen genommen…

FALSCH – FALSCH – FALSCH!!!!

Ich war fix und fertig – es kann doch nicht sein, dass sie einen halben Zirkel gut läuft und dann nicht mehr…
Die Erkenntnis kam durch einen kleinen Hinweis einer Stallkollegin: “Nimm deine Hand nicht immer über den Hals, lass sie INNEN.”

AHA!

Ich habe also bewusst die Hand INNEN gelassen und die Zügel breit geführt, so wie man es ja auch bei jungen Pferden macht. Mit der äußeren Hand habe ich die Verbindung gehalten und den inneren Schenkel am Gurt gelassen.

UND SIEH AN – ES KLAPPT!

Wenn auch nicht ganz einfach… Aber es funktioniert!
Dies beweist einmal mehr, wie wichtig korrektes Reiten ist – gerade auf jungen bzw. unerfahrenen Pferden :) Reiten ist eben doch anstrengend.
Ich habe versucht eine kleine Illustration zu meinem Problem und der Lösung zu machen. Vielleicht kann ich ja so jemanden, der in einer ähnlichen Situation eine kleine Hilfe sein.

LINKS: Falsch – äußerer Zügel bringt das Pferd in Außenstellung, es fällt noch mehr auf die innere Schulter.
RECHTS: Richtig – breite Zügelführung. Der INNERE Zügel hält das Pferd gebogen auf der Kreislinie, der äußere Zügel begrenzt nach außen, der innere Schenkel fordert eine Biegung des ganzen Pferdes.

9. September 2012

Physiotherapie – Die Tage danach

Summer September 2012
So, nun möchte ich endlich von meinem Eindruck “nach der Physiotherapie” berichten.
Summer hat alles gut überstanden – das ist ja schon mal was :) Aber es soll ja auch einen positiven Effekt haben…

Das erste was mir aufgefallen ist, war, dass Summer beim Hufe geben hinten die Hufe ruhiger angehoben hat. Ich weiß nicht genau, wie ich es beschreiben soll, aber wenn sie den Huf gegeben hat, dann hat sie ihn erst einmal ruckartig nach oben gezogen um mir dann zu geben. Das ist nun aber weg :) Ich deute es als positiv…

Beim Reiten war sie ruhiger, es schien als ob sie die Hinterhand nun besser zum tragen als nur zum schieben verwenden kann. Auch das freut mich natürlich!
Alles in allem kann ich ein positives Fazit ziehen. Nun liegt es natürlich an uns (oder besser an mir ^^) die Verbesserung in einem sinnvollen Training weiter auszubauen. Wir haben auf alle Fälle noch eine Menge Arbeit vor uns – es wird bestimmt nicht langweilig ;)

24. August 2012

Hufgeflüster


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Der vordere Huf ist fast schon perfekt
Heute gab es eine Pediküre für meine beiden Hübschen. Die war auch wirklich wieder einmal nötig!
Summer wie auch Charles gehen barhuf. Ich bin ein absoluter Fan von NHC (Natural Hoof Care). 
Ein Pferd kommt nicht mit Eisen auf die Welt und leider habe ich an Charles deutlich gesehen, was Eisen alles anrichten können… Aber das ist wieder eine andere Geschichte, die erzähle ich einmal wann anders ;-)
Auf alle Fälle sind Summers Hufe schon deutlich besser geworden! Endlich sehen die Hufe einigermaßen normal aus.

Zeige mir deine Hufe und ich sage dir wer du bist
Es hat nun über ein Jahr gedauert, dass sich ihre flachen, extrem langen Hufe normalisiert haben. Sie läuft auch deutlich lockerer, schwingt viel besser aus der Schulter heraus. Ach, mich freut das total :-)
Auf dem Bild oben kann man erkennen, dass der vordere Huf schon eine fast perfekte Winkelung hat, die Trachten müssen nun noch ein wenig wachsen. Der hintere ist leider noch deutlich flacher.
Die richte Neigung der Hufe erkennt man daran, wenn man eine imaginäre Linie von der Fessel bis zur Hufspitze zieht.
Das hört sich jetzt recht kompliziert an, ist aber gar nicht so schwierig, wenn man weiß worauf man achten muss. Ich habe einmal ein Vergleichsbild von Summers Vorderhufen erstellt – hier kann man die verschiedenen Winkelungen deutlich erkennen.
Winkelung der Vorderhufe
Winkelung der Vorderhufe
Ich denke es wird nun der Unterschied deutlich. Doch auch wenn der vordere Linke Huf noch nicht optimal ist, haben beide Hufe doch eine enorme Entwicklung durchgemacht. Mehr Bilder über Summer’s Hufentwicklung gibt es hier: Naturhufe.de
Problematisch ist, dass Summer nun durch den einen flacheren Huf schief steht und auch beim Reiten die unterschiedlichen Höhen “ausgleichen” muss. Eine wichtige Aufgabe wird es nun sein Summer auf beiden Seiten gleichmäßig zu gymnastizieren um der Schiefe entgegen zu wirken. Hört sich so einfach an :)
Charles geht es leider nicht so gut… Die Schmerzen in seinen Füßen sind wieder stärker geworden :-( Dies wird meist bei den Hufpflegeterminen am deutlichsten. Mann muss sehen wie es weiter geht… Ich darf gar nicht daran denken, wenn sich sein Zustand verschlechtern sollte… Nein, an so was denkt man nicht!
Das Leben ist voller Überraschungen
Lustig war, dass ich heute seit ca. 2 Wochen mal wieder in unsere Halle gegangen bin um zu longieren (den letzten Ritt muss ich erst noch verdauen) – und siehe da, die Halle wurde als Strohlager umfunktioniert… Nun bleibt uns nur noch deutlich weniger Platz zum reiten…
Also Dinge gibt es, die gibt es gar nicht!
Also gute Miene zum bösen Spiel – immer lächeln ;-)

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Keep on Smiling!

7. Januar 2012

Patellaluxation - Lose Kniebänder

Das Auftreten einer Patellaluxation bei Trabrennpferden ist leider eine häufige Spätfolge der starken Belastung der Trabrennen. Aber auch andere Pferderassen können dieses Problem haben. Ist das Pferd in guter Kondition mit gut ausgebildeter Muskulatur, kann diese Krankheit recht gut vermindert werden und stellt dann kein Problem dar.

Also keine Angst, im großen und ganzen lässt sich dies ganz gut behandeln.
Auch Summer hatte zu Beginn unserer Bekanntschaft dieses Problem. Mit Hilfe eines guten Trainings und Zusatzfutter für den Muskelaufbau, hatten wir das Problem gut im Griff.
Leider hatten wir nun eine längere Zwangspause aufgrund eines Hufabszesses und dementsprechend verlor Summer an Muskulatur und nun ist das Problem leider wieder da...

Aber was ist die Patellaluxation genau?

Probleme mit dem Knie beim Pferd
Es kommt bei Pferden nicht selten vor, dass sie unter einer sogenannten Patellaluxation leiden. Das bedeutet, dass das innere Kniescheibenband zu locker ist und die Kniescheibe springt.In der Bewegung knickt das Pferd dann manchmal hinten kurz ein.Im Stand kann der Therapeut das Springen der Kniescheibe zur Diagnostik auslösen.
Die Patellaluxation ist sehr schmerzhaft. Die Pferde galoppieren daher hinten im Gleichschlag (Hasengalopp) und traben oft hinten klemmig. Einige Pferde bevorzugen auf einer Hand den Galopp, während sie auf der Anderen lieber traben. Sie vermeiden gern enge Wendungen. [...]Das Reiten vieler enger Wendungen verschlechtert das Problem.
Therapie
Es sollte bei diesen Pferden immer darauf geachtet werden, dass Becken und Kreuzbein gerade sind, um die Belastung zu minimieren. Durch das Reiten von Übergängen, Stangenarbeit und wenn möglich Versammlung, lässt sich die Muskulatur auftrainieren und das Kniescheibenband stärken. Akupunktur kann eine Schmerzlinderung bewirken und den Heilungsprozess begünstigen. Knieprobleme werden dem Magenmeridian zugeordnet.
Bei Pferden bis zum 6. Lebensjahr wartet man das Wachstum ab und behandelt wie oben beschrieben. In schwierigen Fällen behandelt der Tierarzt, indem er eine künstliche Entzündung setzt, damit sich das innere Kniescheibenband verkürzt.Hyaluronsäure kann ins Gelenk gespritzt werden, um die Gleitfähigkeit zu verbssern.
Die Therapie kann durch Medikamente, Mineralstoffe und Kräuter unterstützt werden.Natürlich leidet die Knorpelschicht auf dem Rollkamm und verursacht bei mangelnder Behandlung einen dauerhaften Schaden. (Quelle: krueger-pferdeosteopathie.de)
Auch Trainingstipps für Pferde mit Patellaluxation habe ich gefunden:
Du solltest besonders den Quadriceps und Biceps femoris trainieren, also alle Übungen forcieren, die ein energisches Abfußen/starkes Abstemmen erfordern.

Arbeit über (nicht zu hohe!) Cavalettis, viel bergauf, Übergänge (und weitere Lektionen, die die Hinterhand stärken), wenn möglich reiten im Wasser, das gut übers Sprunggelenk geht.
Training langsam aufbauen, damit es zu keiner Überlastung und damit evtl. Verschlimmerung kommt.

Anfangs enge Wendungen und Seitengänge vermeiden und langsam aufbauend wieder weitertrainieren (außer er hat dabei ohnehin keine Probleme, aber hier zeigen sich Patellaprobleme häufig zuerst). (Quelle: wittelsbuerger.com)

31. Dezember 2011

Hufpflege

Gerade bei Trabern, die direkt von der Rennbahn kommen, besteht meist das Problem von langen flachen Hufen.

Diese Hufform ermöglicht dem Pferd im Trab ein hohes Tempo zu halten, da durch den langen Huf der Abrollpunkt verlängert wurde. So kann das Pferd (schlecht) in den Galopp springen, was ja bei den Trabrennen erwünscht ist.